Hochentaster

Wer einen Garten hat, und ist es auch nur ein ganz kleiner, wird sicherlich doch einige (Obst)bäume darauf zu stehen haben. Diese sollen dann möglichst nicht zu ihrer möglichen Größe auswachsen, um nicht zu viel Sonnenlicht zu verhindern, andererseits aber gute Erträge bringen. Dazu müssen Obstbäume regelmäßig ausgeschnitten werden.

Nun ist aber ein Baum meistens erst sinnvoll, wenn er eine gewisse Größe hat. Sicher, heute gibt es Spalierbäume, die kaum 2 Meter hoch werden und bequem mit einer Gartenschere zurückgestutzt werden können. Aber viele andere brauchen doch eine gewisse Größe, zum Beispiel Apfelbäume, wenn man eine größere Menge ernten will, um sie zum Winter einzulagern.

Bei höheren Bäumen benutzt der Gärtner dann eine Leiter, oder klettert sogar ins Innere des Baumes, um unerwünschte Äste und Triebe zu entfernen. Doch je höher der Baum wird, und je älter der Gärtner, desto anstrengender und gefährlicher wird diese Arbeit.

Hochentaster – Inhalt

Was ist ein Hochentaster?
Der Antrieb
Kaufberatung
Hochentaster und Kombigeräte
Der richtige Hochentaster
Hochentaster elektrisch
Akku Hochentaster
Hochentaster Benzin

Um Ihnen zu zeigen, daß es auch einfacher und sicherer geht, dreht sich hier alles um einen „Hochentaster„. Was das ist, was er kann, und auf was Sie beim Kauf achten müssen, das können Sie anhand meiner Erfahrung herausfinden.

 

Hochentaster – sicher in der Höhe arbeiten

 

 Einhell Elektro Hochentaster GC-EC 750 T (750 Watt, 180 mm Schnittlänge, Teleskopstiel bis 2,80 m, inkl. Tragegurt) von Einhell

So kann er aussehen, der Hochentaster.
Bildquelle: Einhell/Amazon*

Manchmal sind es auch dickere Äste, die stören und entfernt werden sollen. Wenn Sie nun mit der Leiter und einer Säge in den Baum steigen, können Sie sich unter Umständen selbst in Gefahr bringen. Wenn dann auch noch eine Kettensäge das Arbeitsmittel ist, besteht eine absolut hohe Unfallgefahr! Und sagen Sie jetzt nicht:“Ich habe das schon immer so gemacht, und es ist immer gut gegangen„!

Immer schon gemacht, daß heißt aber auch, da waren Sie noch jünger! Ich habe das selbst auch immer so gemacht, als ich noch um die 30 war. Heute, doppelt so alt, wird man vorsichtiger. Und warum soll ich mich auch immer noch so quälen wie früher: Es gibt doch Hilfsmittel, um sich die Arbeit leichter, sicherer und letzten Endes auch noch effektiver zu machen.

Vor einiger Zeit wußte ich noch nicht einmal, daß es solche „Hoch-ent-aster“ überhaupt gibt. Klar, die mechanische Säge auf einem langen Stiel hatte ich auch schon genutzt. Allerdings war sie unbequem zu handhaben und hat zu lange gebraucht, um einen Ast abzusägen. Also doch wieder ab in den Baum!

Dann habe ich bei einem Nachbarn (in meinem Alter) einen modernen Hochentaster gesehen. Ich durfte ihn ausleihen und habe damit bei mir einen Apfelbaum ausgelichtet: Stärker, als ich ursprünglich wollte! Von da an war mir klar: Solch einen Hochentaster brauche ich auch!

Bevor Sie jetzt in den Baumarkt laufen und sich auch so ein Gerät zulegen, sollten Sie sich aber im Vorfeld ein paar Gedanken machen. Mein Nachbar hatte eine Ausführung mit Akku – Betrieb, wie es sie auch bei anderen Gartengeräten gibt. Da ich der Akku – Technik immer etwas skeptisch gegenüber stehe, habe ich mich erst einmal schlau gemacht, in welchen Varianten Hochentaster hergestellt und verkauft werden. Solche Überlegungen sollten Sie auch anstellen, denn nicht nur technisch unterscheiden sich diese Geräte, auch in der Handhabung werden sie unterschiedlich genutzt.

Als reiner Hochentaster sind diese wie die Heckenschere mit elektrischem Antrieb, also der mehr oder weniger langen Anschlußschnur oder aber einem Akku, und auch mit Benzinmotor erhältlich.

Daneben sind aber auch Kombigeräte interessant: Hier haben Sie die Möglichkeit, durch verschiedene Systemgeräte den Einsatz zu erweitern. Damit können Sie Schneidarbeiten nicht nur in der Höhe vornehmen, sondern die Maschine auch als Kettensäge, Heckenschere oder je nach Angebot anderweitig verwenden, auch ohne die lange Teleskopstange.

Wer die einzelnen Geräte schon besitzt, wird sicherlich mit einem einzelnen Hochentaster gut zurecht kommen, da gerade bei der angestrengten Arbeit über Kopf jedes Gramm Gewicht mehr beschwerlich ist. Wenn Sie jedoch eher kleine Bäume haben und somit mehr am Boden oder auf Brusthöhe arbeiten, sind diese Kombigeräte vielleicht eine Option. Allerdings erzielt man bei dieser geringen Höhe mit der herkömmlichen Methoden (Astschere und Säge) das gleiche Ergebnis zum günstigeren Preis.

Beim Antrieb haben Sie die Wahl zwischen Netzbetrieb, Akku – Hochentaster oder benzingetriebenen Geräten. Jede hat seine eigenen speziellen Vorteile, sind aber nicht überall gleichermaßen gut geeignet. Die verschiedenen Möglichkeiten möchte ich hier einmal aufzeigen.
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Der Antrieb beim Hochentaster

Wie bei vielen anderen Gartenmaschinen ist der Entaster mit Netzschnur in der Regel die günstigste Variante. Zumindest wenn man auf den Kaufpreis schaut. Wenn nur gelegentlich damit gearbeitet wird, und auch eine Steckdose in Reichweite ist, kann ich diese Ausführung bestens empfehlen. Ich habe mich letzendlich auch für solch einen Hochentaster für Netzbetrieb entschieden: Obwohl das Akku – Gerät meines Nachbarn handlicher war. Aber die Kraftentfaltung hatte mich im Vergleich zu den Netzgeräten nicht mehr überzeugt (obwohl ich es anfangs als ausreichend empfunden habe).

Hochentaster mit Benzinmotor ist meiner Meinung nach eher etwas für Profis, die damit tagtäglich und viel arbeiten müssen. Genau so wie motorbetriebene Heckenscheren, Laubbläser und was es noch alles so gibt, finde ich sie in meinem Garten überdimensioniert, wenn sie auch wegen ihrer starken Kraft die Arbeit eventuell schneller machen würden. Dafür sind sie aber in der Regel schwerer und lauter: Sie denken gar nicht, wie oft Sie den Hochentaster wirklich hoch heben müssen, um auch an die oberen Äste heran zu kommen!

Bleibt also der elektrische Antrieb, vom Akku oder durch das Stromnetz. Davon gibt es viele Maschinen zu kaufen, fast jeder Hersteller von Gartengeräten hat ein solches im Angebot. Worauf sollte man nun achten, wenn man einen Hochentaster für den Garten kaufen möchte?
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Hochentaster – Kaufberatung

Eine gute Teleskop – Astsäge (unter diesem Namen ist der Hochentaster ebenfalls bekannt) sollte ausgesprochen handlich sein. Er wird oft sehr hoch gehalten, da ist ein ermüdungsfreies Arbeiten die Voraussetzung, daß Sie sich beim Einsatz nicht verheben. Deshalb ist auch ein möglichst geringes Gewicht von Vorteil: Hier ist aber wieder ein Kompromiß zwischen Leistung und Gewicht zu machen. Wie überall eben.

Außerdem sollten Sie auch auf die Lautstärke achten: Motoren arbeiten fast nie geräuschlos, und auch die Messer sind ständig in Bewegung und erzeugen einen gewissen Lärmpegel. Das unterscheidet sich doch von Maschine zu Maschine zum Teil beträchtlich.

Elektro Hochentaster haben da natürlich einen Vorteil gegenüber der Astsäge mit Benzinmotor. Allerdings auch weitaus weniger Leistung: Für viele große Bäume sind sie eher nicht geeignet. Im Garten allerdings spielen sie ihre Vorteile voll aus.

Die Kette

Die elektrische Astsäge arbeitet genau so wie eine Kettensäge, deshalb ist die Schneidekette eine der wichtigsten Komponenten. Hier zu sparen bedeutet, sich die Arbeit unnötig schwer zu machen. Eine gute Markenkette wird viel länger scharf bleiben und sich leichter durch das Holz arbeiten als eine billige Nachahmung, die vielleicht noch nicht einmal ausreichend gehärtet ist. Allerdings muß auch die beste Kette an der Astsäge schonend behandelt werden.

Achten Sie beim Kauf darauf, daß die Schneidekette über eine möglichst automatische Schmierung verfügt. Das manuelle Fetten der Kette wird in den meisten Fällen vergessen, und wenn sie dann einmal heiß gelaufen ist, hilft nur noch ein Austausch. Auf einen ausreichend großen Ölbehälter sollten Sie genau so achten wie darauf, daß dieser in jeder beliebigen Lage auch dicht bleibt. Denken Sie daran: Sie werden mit dem Hochentaster viel über Kopf arbeiten und wollen doch sicherlich nicht, daß Ihnen dabei laufend Öl auf eben diesen tropft!

Die Spannung der Kette sollte so einfach wie möglich sein: Wer erst die ganze Astsäge zerlegen muß, um eine lose Kette zu spannen, der wird meistens seine Baumscheidearbeit schnell wieder beenden.

Bei vielen Astsägen wird auch eine „Kettengeschwindigkeit“ angegeben. Das finde ich für den Heimgebrauch nicht so relevant: Wenn dort etwas von 13 bis 15 Meter pro Sekunde steht, ist das für den Garten völlig ausreichend. Auch eine Leistungsangabe ab etwa 600 Watt genügt völlig: Mehr ist besser, aber auch teurer und nicht unbedingt notwendig. Allerdings überbieten die meisten guten Hochentaster diese Angaben und sind deshalb von den technischen Daten her bestens für unseren Garten geeignet.

Ausstattung und Zubehör

Solch eine Teleskop – Astsäge wird in der Regel nicht oft neu gekauft. Einmal ein richtiges Modell gekauft, hält es dann bei richtiger Pflege, trockener Unterbringung und sachgemäßem Einsatz eine lange Zeit, oftmals viele Jahre. Damit Sie mit Ihrem Hochentaster auch so viel Erfolg haben, sollten Sie beim Kauf auf die Qualität des verwendeten Materials und die Verarbeitung achten.

Die Schwerthalterung sollte zum Beispiel nicht aus Plaste sein: Gute Geräte verwenden hier stabiles Metall. Generell ist Kunststoff nicht immer die beste Möglichkeit bei Gartengeräten, wenn es auch wegen des geringen Gewichtes häufig eingesetzt wird. Die Belastbarkeit ist nicht außerordentlich hoch, und auch die Witterung macht dem Plaste oft zu schaffen. Ich kann mich noch an eine meiner ersten elektrischen Heckenscheren erinnern: Die lag in der Arbeitspause in der prallen Sonne (ich weiß, sollte man nicht machen), und danach war das Gehäuse so butterweich, daß ich meine Fingerabdrücke verewigen konnte. Ein Arbeiten war erst einmal nicht möglich, aber auch später lief sie nicht mehr lange, weil durch das verzogene Gehäuse im Innern zu viele Spannungen aufgetreten sind.

Klar, auch heute wird noch Kunststoff verwendet, allerdings sollte die Entwicklung inzwischen weiter gegangen sein. Nur bei stark beanspruchten Teilen wie eben zum Beispiel der Schwerthalterung ist Plaste meiner Meinung nach fehl am Platze.

Die meisten elektrischen Hochentaster lassen sich verstellen, um auch an schwer erreichbare Äste besser heran zu kommen, ohne daß Sie dafür eine unnatürliche Haltung einnehmen müssen. Üblich sind 0 bis 90 Grad: Ich habe diese Möglichkeit bisher allerdings noch nicht benötigt. Wesentlich wichtiger ist für mich die Teleskopstange: Sie sollte so lang wie möglich sein und auch voll ausgezogen noch nicht wackeln oder sich verbiegen. Das sollten Sie bei den ganz preisgünstigen Geräten am besten vor dem Kauf einmal ausprobieren.

So richtiges Zubehör benötigt man an einer Teleskop – Astsäge nicht: Wenn das Gerät einsatzbereit ist, muß ja alles dran sein, damit sie funktioniert. Anders als Systemgeräte, die noch für andere Aufgaben gedacht sind: Hier muß das Zubehör natürlich passend und von der selben Firma sein.

Im Lieferumfang gehört aber auf jeden Fall der Schutzköcher zum Abdecken der Schneidekette, ein Tragegurt (den werden Sie öfter brauchen, als Sie denken!) und eine Bedienungsanleitung, möglichst in deutsch!
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Hochentaster und Kombigeräte

Auf dem Markt gibt es reine Hochentaster, die nichts weiter können als Äste möglichst in größerer Höhe zu schneiden, und Kombigeräte. Diese werden erst mit einer Teleskopstange zum Hochentaster umgebaut, können aber auch separat als kleine Astsäge genutzt werden. Wer nur Äste sägt, die nicht in großer Höhe sind, kommt mit dieser vielleicht besser zurecht. Immerhin ist diese Astsäge leichter als herkömmliche Kettensägen, aber weitaus effizienter gegen dickere Zweige als die Heckenschere. Allen gemeinsam ist die verschiedene Art des Antriebs: elektrisch von der Steckdose oder aus dem Akku, oder eben mit Benzin.

Wer nun sehr viele ältere Bäume in einem größeren Garten zu stehen hat und diese jedes Jahr zurückschneiden muß, der kommt mit einem speziellen Hochentaster besser zurecht. Durch seine als Einheit bestehende Konstruktion spart er Gewicht gegenüber den Kombigeräten, und er läßt sich auch einfacher handhaben.

Die Schnittstärke

Einen Hochentaster werden Sie sich sicherlich nur dann anschaffen, wenn Sie viel und oft an Bäumen arbeiten, wo Sie von unten nicht mehr herankommen. Deshalb wird er wohl überwiegend über Kopf eingesetzt, damit ist aber auch eine Krafteinwirkung auf die Schneidekette kaum mehr möglich. Aus diesem Grund sollte der Hochentaster möglichst leicht sein, aber trotzden eine schnelle Kettengeschwindigkeit und ausreichend Leistung haben, damit die Äste in kürzester Zeit abgetrennt sind.

Bei Heckenscheren wird oftmals eine maximale Schnittstärke angegeben: Das ist bei der Astsäge nicht nötig. Letzten Endes wird von ihr fast jeder Ast durchgetrennt, die Frage ist dann nur, wie lange es dauert. Hier sind natürlich die mit einem Benzinmotor betriebenen Geräte von Vorteil: Mit zum Teil mehr als 2000 Watt brechen sie jeden Widerstand. Beim Akku Hochentaster dauert es dem entsprechend am längsten: Aber das werden Sie sicherlich auch von anderen Gartengeräten kennen. Wenn die Akku Laufzeit es zuläßt, können Sie aber auch mit diesem Gerät ziemlich dicke Äste abschneiden.

Die Höhe des Hochentasters

Spezielle Geräte, also nicht diese Kombigeräte, erreichen mit ihrer Teleskopstange über 4 Meter länge. Dazu kommt noch einmal Ihr ausgestreckter Arm: daran können Sie schon sehen, daß vieles von unten, vom Erdboden aus, zu machen ist. Klar, bei einer 20 Meter hohen Linde hat auch der beste Hochentaster keine Chance. Aber für normalgroße Obstbäume im Garten reicht diese Höhe allemal.

Wartung und Pflege

Wenn Sie bereits ähnliche Werkzeuge wie Kettensäge und Heckenschere regelmäßig in Ihrem Garten einsetzen, können Sie diesen Abschnitt getrost überspringen. Denn wenn Sie Ihren neuen Hochentaster genau so pflegen und warten wie Ihre anderen Geräte, wird er Ihnen auch in Zukunft immer helfend zur Seite stehen.

Oder eben nicht!

Für all diejenigen, die vielleicht zum ersten mal einen Garten bewirtschaften wollen, ein paar wichtige Pflegetipps. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, sein Gartenwerkzeug pfleglich zu behandeln, aber oft genug wird es aus Eile vergessen.

Bei der Astsäge, wie generell bei allen Schneidwerkzeugen, ist es notwendig, die Messer bzw. Kette nach Gebrauch ordentlich zu säubern und eventuell zu konservieren. So kann sie auch eine längere Zeit überdauern, ohne daß sie anfängt, zu rosten. Geeignete Mittel gibt es jede Menge im Handel, vielfach wird auch in der Gebrauchsanleitung ein bestimmtes Produkt empfohlen.

Jetzt habe ich neulich auf einer anderen Webseite gelesen: „Bevor Sie das Gerät warten oder reinigen, ist es auszuschalten!“ . Was soll mir damit gesagt werden?

Diesen Tipp werde ich Ihnen nicht geben, einfach weil mir die Erfahrung dabei fehlt. Ich habe noch nie versucht, eine laufende Kettensäge zu reinigen! Und weil Sie Ihre Finger und Hände sicherlich auch weiterhin benutzen wollen: Versuchen Sie es bitte auch nicht!

Lange Rede – kurzer Sinn:

  1. Zuerst sind alle Rückstände, Holzmehl und Blattreste gründlich zu entfernen. Dazu reicht ein großer Pinsel oder ein Handfeger.
  2. Kunststoffteile können mit einem feuchten Lappen abgewischt werden – es gibt auch spezielle Reiniger, bei mir tut es aber eine Schüssel Wasser mit etwas sanften Reiniger aus der Küche genau so gut (und billiger). Aber nur feucht abwischen und nicht etwa mit dem Gartenschlauch oder Kärcher reinigen: Wenn zuviel Wasser ins Innere kommt, kann es einen  Kurzschluß geben. Oder Kontakte korrodieren. Meist ist das Gerät dann danach Schrott!
  3. Sinnvoll ist es, Kombigeräte zum Einlagern wieder zu trennen. Dadurch benötigen sie weniger Platz und sie lassen sich auch leichter säubern.
  4. Sägeblätter immer in der originalen Schutzhülle lagern! Das schützt vor Verletzungen, aber auch eine Beschädigung der teuren Kette ist somit unwahrscheinlicher.
  5. Falls noch Öl im Vorratsbehälter ist: Stehend lagern, damit es nicht auslaufen kann.
  6. Eine Sichtprüfung ist immer angeraten. Stimmt die Kettenspannung noch? Gibt es Schäden am Gehäuse oder an der Mechanik? Defekte sollten Sie sofort beheben, denn wenn Sie das erst entdecken, wenn Sie eigentlich anfangen wollen zu arbeiten, wird es wohl an diesem Tag nichts mehr mit dem Bäume schneiden.

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Der richtige Hochentaster

In diesem Teil möchte ich Ihnen kurz die gebräuchlichsten Hochentaster vorstellen. Dabei unterscheiden wir in drei Kategorien: Netzanschluß, mit Akku, mit Benzinmotor. Jede dieser Varianten hat seine Berechtigung, und alle haben sie einige spezielle Vorteile den anderen gegenüber. Aber natürlich auch Nachteile: Sonst würde es ja nur ein einziges (für alle Belange richtiges) Gerät geben.

Mein erster Hochentaster, den ich einmal von einem Nachbarn geliehen hatte, war ein Akku Gerät. Anfangs war ich begeistert, wie er Äste oben im Baum geschnitten hat, ohne daß ich eine Leiter brauchte oder in den Baum steigen mußte. Daß er mit einer handelsüblichen Kettensäge nicht mithalten konnte war akzeptabel. Was mich dann aber vom Kauf abgehalten hat: Ich schneide nur selten meine Bäume, aber wenn, dann an einem Tag. Da fürchte ich, wird wohl die Akkuleistung nicht mithalten, die Erfahrung hatte ich schon mit einer akkubetriebenen Heckenschere gemacht.

Der Benzinmotor kommt für mich auch nicht in Frage: Einen ganzen Tag Lärm im Garten, und das auch notwendigerweise am Wochenende, will ich meinen Nachbarn nicht zumuten.

Bleibt also nur noch der Hochentaster mit Netzanschluß. Anders als beim Rasenmäher stört in diesem Fall das Kabel kaum, da der Standort nicht in solch einem Ausmaß laufend verändert wird wie beispielsweise beim Rasenmähen. Für meinen Garten und meie Arbeitsweise ist das der beste Kompromiß zwischen Leistung und Bewegungsfreiheit.
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Elektrische Hochentaster

Die Geräte mit der Anschlußschnur bringen meiner Meinung nach das ste Üreis/Leistungsverhältnis. Sie sind kraftvollo genug, um alle anfallenden Arbeiten im Garten erledigen zu können. Bei mittleren Gärten genügt dann eine einfache Verlängerungsschnur.


Einhell Elektro Hochentaster GC-EC 750 T



Dieser Hochentaster von Einhell besticht durch seine Handlichkeit und das sehr gut verteilte Gewicht. Der kraftvolle Motor hat dank einer Schneidekette in Premiumqualität auch mit stärkeren Ästen keine Probleme. Die werkzeuglose Kettenspannung und automatische Kettenschmierung tragen dazu bei, daß die Wartung sich in Grenzen hält und eigentlich nur aus der Säuberung des Gerätes besteht. Ein Hochentaster, der absolut keine Probleme bereitet und uneingeschränkt empfohlen werden kann. Bei ausgefahrenem Teleskopstiel (2,80 m) kommt man mit langen Armen bis auf fast 5 Meter Höhe, mehr geht kaum noch.


Gardena Hochentaster Teleskop TCS



Gardena Hochentaster Teleskop TCS, mehrfarbig

Preis: EUR 124,32

3.2 von 5 Sternen (4 Bewertungen)

Ebefalls bedingungslos zu empfehlen ist dieser Hochentaster von Gardena. Er leistet sich keine Schwächen, bei ausgefahrenem Teleskopstiel reicht er bis zu einer Höhe von 4,40 Meter. Mit einem Gewicht von 5 Kg ist er etwas schwerer als die Astsäge von Einhell, was aber in der Praxis nicht wirklich doll auffällt. Schön finde ich den Schutz der Kette an der Spitze: Es kommt ja doch manchmal vor, daß man beim Ansetzen gerade in großer Höhe irgend wo anschlägt. Da kann der Kette nichts passieren.


Atika Hochentaster KSH 710



Atika 302314 Hochentaster KSH 710

Preis: EUR 76,90

4.1 von 5 Sternen (47 Bewertungen)

Relativ preisgünstig ist dieser Hochentaster von Atika und wird wohl auch deswegen sehr viel gekauft. Ich hatte ihn auch auf meiner Liste, denn technisch steht er hinter den anderen kaum zurück: Der Motor ist kraftvoll genug, die Kette läuft sehr sauber und das Gewicht ist nicht wesentlich anders als bei vergleichbaren Astsägen. Voll ausgezogen kommt er (je nach Armlänge) auf über 3,50 Meter: größtenteils ausreichend für mittelgroße Bäume. Die Entscheidung war dann auch eher subjektiv: Mir kam der Hochentaster von Einhell handlicher und stabiler vor. Aber wie gesagt: Das war meine ganz persönliche Erfahrung und kann bei einem anderen Anwender genau umgedreht sein.


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